Auf der Suche nach den alten Herren - FIA-GT in Oschersleben (2002)


In der Hoffnung, einige Zeitgenossen von Didier Pironi persönlich treffen zu können, hatte ich mir das diesjährige "LG Super-Racing-Weekend" im Motopark Oschersleben ausgesucht, weil neben anderen interessanten Persönlichkeiten auch die Herren Jean-Pierre Jarier, Dieter Quester und Gérard Larrousse in verschiedenen Rennserien antreten sollten. Monsieur Larrousse ist in der Lamborghini Diablo Trophy recht erfolgreich unterwegs, während die Herren Quester und Jarier in der FIA GT Serie im Porsche bzw. in einer Chrysler Viper antreten sollten. Beim Team ART von Francois Lafon, wo Jean-Pierre Jarier unter Vertrag ist, hatte ich vorab per eMail angefragt, ob es möglich wäre, eine Art Interview Termin zu bekommen, doch leider bekam ich keine Antwort.

Dann gab es schon im Vorfeld den ersten Dämpfer - das Porsche Team von Dieter Quester zog sich aus der Serie zurück und wollte später mit einem anderen Fahrzeug (einem Ferrari Maranello, wie sich inzwischen herausgestellt hat) zurückkehren.

Aber es blieben ja noch die beiden französischen Herren und natürlich die eigentliche Rennveranstaltung, die neben der FIA GT und der Lamborghini Trophy auch noch die Europäische Tourenwagenmeisterschaft, die Formel Renault und den Renault Clio V6 Cup im Programm hatte.

Einmal im Fahrerlager des Motopark angekommen machte ich mich sofort auf die Suche nach dem Truck des Team ART, stiess jedoch zunächst auf die Lamborghini Hospitality.

Der Anblick von circa 15 nebeneinander aufgereihten Lamborghini Diablo (und bitte merkt Euch ein für allemal - es heißt Lamborgini und nicht Lambordschini!) ist in der Tat beeindruckend, ich konnte jedoch kein Fahrzeug mit dem Namen Larrousse entdecken, auf einigen war allerdings überhaupt kein Name zu entdecken und so machte ich mir keine großen Sorgen.

Beim weiteren Rundgang durch das Fahrerlager fiel weitehin auf, dass es praktisch keine Stände mit Rennsport-Schnickschnack gab, vermutlich weil am selben Wochenende die DTM vor vermutlich grösserem Publikum auf dem Eurospeedway Lausitzring unterwegs war.

Allerdings konnte ich auch den Truck des Team ART nirgends entdecken. Die Scuderia Italia mit ihren Ferrari Maranello war da, die Viper Teams von Larbre und Toine Hezemans' Carsport Holland, die ganzen Teams der Tourenwagen Meisterschaft, bei einem deutschen Ford Team wurde ich gar in die Box gebeten, weil man mich offensichtlich für einen Journalisten hielt,aber das Team, auf das ich eigentlich wartete, das fehlte anscheinend. Auch zwei jugendliche Autogrammjäger konnten mir nicht weiterhelfen.

Als der Weg wieder bei den Lamborghinis vorbei führte, fragte ich einen der Offiziellen, wo denn der Wagen von Gérard Larrousse zu finden sei und er erklärte mir, dass Herr Larrousse pausiren würde und wohl erst wieder beim Lauf in Enna-Pergusa ins Geschehen eingreifen eingreifen würde. Auf meine Nachfrage, ob er vielleicht den LKW des ART Teams gesichtet hätte, sagte er dann auch noch, dass er glaube, auch dieses Team wäre dieses Mal nicht am Start.

Er sollte Recht behalten - das Team von Francois Lafon ist, aus persönlichen Gründen, wie es auf ihrer Website heißt, nicht nach Oschersleben gekommen.

Somit waren alle drei Zeitgenossen von Didier Pironi nicht vor Ort, ich war frustriert, genoss aber dennoch die tolle Rennveranstaltung im Motopark Oschersleben. Viele Fahrer liefen einem über den Weg, einige (Babini, Hallyday, Larini) konnten sogar zu einem Autogramm genötigt werden, das Publikum war (im Gegensatz zu F1 Rennen...) fachkundig, fair und weitgehend nüchtern, das Motopark Personal freundlich, alles in allem also eine (eigentlich) gelungene Veranstaltung, wenn auch aus "Pironi-historischer Sicht" total erfolglos. Aber, meine Herren, ich krieg Euch noch...

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